Zahnextraktion/Zahnentfernung

Dezember 25, 2024

Einer der häufigsten Chirurgischen Eingriffe in der Zahnarztpraxis ist die Entfernung eines Zahnes ohne operativen Eingriff.

 

Gründe für die Entfernung eines Zahnes:

– Tief kariös zerstörter Zahn

– Fraktur oder Bruch

– starke Lockerung des Zahnes

– Für kieferorthopädische Platzschaffung

– Wenn der Zahn mittels Wurzelkanalbehandlung oder Wurzelspitzenresektion nicht erhalten werden kann

 

Vorgehen der Entfernung eines Zahnes

Nicht jedem Zahn kann man ansehen, dass er Probleme bereitet. Deshalb wird meistens ein Röntgenbild gemacht vor der Entfernung eines Zahnes. Der Arzt kann durch das Röntgenbild nachweisen, dass es dringend nötig war, den Zahn zu entfernen. Mit dem Einverständnis des Patienten kann der Zahn extrahiert werden.

Die betroffene Stelle wird dann lokalanästhesiert, nur wenige Minuten danach wirkt die Spritze schon. Der Behandler testet die Region mit einer Sonde, um zu sehen, ob mehr Anästhesie nötig ist.

Mit einem Hebel oder Periotom löst der Zahnarzt die Gingiva vom Zahn, er durchtrennt also die Sharpey-Fasern. Der Zahn hängt in der Alveole fest und wird durch die Hebelwirkung aus dem Knochen gelockert. Ist der Zahn locker, kann der Zahn durch eine Zange entfernt werden.

Die Wunde wird mit einem scharfen Löffel gesäubert. Mit ihm werden Knochensplitter, Zystengewebe oder Ähnliches entfernt. Mit den Fingern wird die Alveole zusammengedrückt und gegebenenfalls werden Nähte gesetzt. Auf die Wunde kommen Kompressionstupfer, worauf der Patient beißen muss.

Bei Oberkiefer-Seitenzähnen kann es zu einem MAV (Mund-Atrum-Verbindung)-Trauma kommen, das bedeutet, die Kieferhöhle ist offen. Es ist wichtig, im Bereich der Oberkiefer-Seitenzähne ein Röntgenbild zu machen, um zu sehen, ob der Zahn in der Nähe der Kieferhöhle ist. Mit einer MAV-Knopfsonde kann getastet werden, wo die Kieferhöhle liegt und ob sie verschlossen ist, wenn sie verschlossen ist, gibt es einen Widerstand.

Vor der Entlassung des Patienten wird ein Nasen-Blas-Test gemacht. Bei dem Test hält der Behandler dem Patienten die Nase zu und der Patient muss mit geschlossenem Mund durch die Nase schniefen. Wenn keine starke Blutung auftritt und auch der Patient keine Luftblase bemerkt, ist alles in Ordnung. Sicherheitshalber wird öfter die Wunde durch eine Naht verschlossen.

Mögliche Komplikationen sind z. B.:

– Nachblutung

– Schwellung

– Wundheilungsstörungen

– Entzündungen

– Verletzung von Gewebe und Nachbarzähnen

– MAV Trauma

 

Instrumente

Abrechnung

Beschreibung Bema GOZ Kürzel
Entfernen eines ein wurzeligen Zahnes  43  3000  x1
Entfernen eines zwei wurzeligen Zahnes  44  3010  x2
entfernen eines tieffrakturierten Zahnes  45  3020  x3

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